Wie verändern sich die Rahmenbedingungen für die freie Kultur, wenn autoritäre und rechts- extreme Kräfte an Einfluss gewinnen? Welche kulturpolitischen Strategien verfolgen diese Akteur:innen und inwiefern stellen sie eine konkrete Bedrohung für die Kunstfreiheit dar? Welche Entwicklungen sind in anderen Kommunen bereits sichtbar, und was bedeuten sie für Städte wie Halle?
GEMA – ein Thema, das viele junge Kollektive und Veranstalter:innen verunsichert. Muss ich anmelden? Wenn ja, wie? Wer zahlt? Welche Tarife gelten überhaupt? In diesem Workshop geben wir einen verständlichen Überblick zur GEMA-Anmeldung für Veranstaltungen mit Musik.
Die Akademie von KonsumGut Ost aus Dresden kommt nach Halle und veranstaltet einen Qualifizierungsworkshop, den wir hosten. Kommt vorbei, meldet euch an – wir freuen uns auf eine tolle Weiterbildung. Die Veranstaltung findet im Lila Drachen in der Rudolf Breitscheidstraße 6 in Halle Saale statt.
Das Nachtleben in Halle und ganz Deutschland steht vor einer Vielzahl an Herausforderungen, doch das Nachtentfalter Symposium 2025 zeigte: inaktiv, tot, abgeschrieben und frei von Interesse ist diese wichtige Kulturbranche noch lange nicht.
Zwei Tage lang hat das Netzwerk Musikveranstaltende Halle, mit der Tagung zum nachtkulturellen Musikleben, Kollektive, Live-Spielstätten, Clubs, Musikschaffende, die Verwaltung der Stadt Halle (Saale) sowie alle Interessierten Personen miteinander vernetzt. Über Formate wie Paneltalks, Vorträge, Workshops und spielerische Mitmach-Aktionen wurde so der Zusammenhalt der Musikszene gefördert, neue Verbindungen geschaffen und Nachwuchs für das kulturelle Nachtleben erreicht.
Über 100 Teilnehmer:innen kamen im Lichthaus Halle zusammen und haben zu mehr als zehn Themenbereichen diskutiert, debattiert, Ideen gesammelt, Lösungsansätze konzipiert und Meinungen ausgetauscht.
Einen der ersten Themenbereiche nahm der Zukunftsaustausch zwischen Szenemitgliedern und Vertreter:innen der Verwaltung der Stadt Halle zu Freiflächen für Spontan-Veranstaltungen ein. Es wurden aktuelle Freiflächen vorgestellt, aber auch diskutiert, an welchen Punkten der Stadtkarte von Halle neue geeignete Plätze für die musikalische Auslebung zu finden sein könnten, welche Voraussetzungen solche Orte aufweisen müssen und an welchen Stellen sich mit Fragen nach Lautstärke und Nutzen weiter auseinander gesetzt werden sollte.
Parallel wurde über ein Vortragsformat vermittelt, welche Herausforderungen die Veranstaltungs- und Clubkultur aktuell und in der Zukunft bestehen muss, welche soziokulturellen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren dafür verantwortlich sind und welche Chancen sich womöglich sogar aus der aktuellen Lage heraus ergeben können. Am Samstag wurden diese Perspektiven erweitert – durch aktuelle Lageberichte von Clubbetreibenden mit Einblicken in ihre Gründung, Veränderungen und aktuellen Herausforderungen. Zuletzt ging es ebenfalls darum, welche Ideen entwickelt werden können, die es Akteuer:innen mit dem Ziel neue Spielstätte zu eröffnen ermöglichen könnte, auch innerhalb von prekären Umständen rundum Finanzierung und Kosten die Clublandschaft zu erweitern.
Einem speziellen, aber aktuell zentralen Bestandteil der Herausforderungen der Clubkulturszene, der Einfluss der Gen-Z, wandten sich innerhalb einer Paneldiskussion sowohl Vertreter:innen der Generation-Z selbst, als auch ältere Szenemitglieder und Veranstalter:innen zu. Es wurden Lösungsansätze gesucht, Ideen zum schaffen von Brücken zwischen Generation gesammelt und diskutiert, wie die aktuelle Generation, welche im Alter zwischen 16 und 28 einen großen Teil an aktuellen Partygänger:innen einnimmt, sich am Nachtleben beteiligt. Wie lässt sich die Veranstaltungsszene strukturell wandeln und welche Bedürfnisse und Einflüsse durch die Corona-Pandemie und voranschreitende Digitalisierung könnten hinter den aktuellen Herausforderungen liegen? Es konnten innerhalb der kurzen Zeit keine eindeutigen Lösungen gefunden werden, doch die Akteur:innen machten deutlich: „Wir wollen uns in Halle als Veranstalter:innen der Gen-Z und darüber hinaus erneut zusammensetzen und gemeinsam an der Zukunft des Nachtlebens arbeiten!“.
Allen Beteiligten soll dabei in Zukunft ein vorgestelltes Tool, der Veranstaltungs-Chatbot, zur Seite stehen. Über dieses auf Telegram erreichbare Programm können Ideen für Veranstaltungen in erste Konzepte umgewandelt, sowie nötige Formale und Unterlagen gesammelt und direkt abgerufen werden können. Über ein gerade in Arbeit befindliches Glossar zu Szene-Begriffen sollen Informationen zu Veranstaltungen außerdem über einfache Sprache, zukünftig für alle Menschen, gerade für diejenigen mit Sprachbarrieren, zugänglich werden.
Im Paneltalk Patriarchat in der Szene teilten vier FLINTA* Personen als Veranstalterinnen, DJs und Musikerinnen ihre Erfahrungen über Machtstrukturen sowie Erlebnisse von Benachteiligung und stellten so deutlich dar, dass es weiterhin eine Menge Arbeit benötigt, um eine Gleichberechtigung in der Musikszene erreichen zu können. Überraschend war für die Speakerinnen die Mehrzhal an non-FLINTA* Personen, welche dem Talk beiwohnten und sich so aktiv mit ihren Eindrücken beteiligen konnten. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie eben jene non-FLINTA* Personen, die Szene selbständig beeinflussen können, sodass Gleichberechtigung gefördert werden kann, zum Beispiel durch Ausdruck von Kritik und Teilen von Wissen.
Über die Teilnahme an Talks im Fishbowl Prinzip oder Fragerunden hinaus, durften alle Gäste außerdem in Formaten selbst aktiv werden. Workshops erarbeiteten mit Teilnehmenden zusammen, wie Veranstaltungen nachhaltig geführt werden können oder wie eine Anlage korrekt aufgebaut wird. Ein spielerisches Abschlusshighlight am Freitag bildete das Finde-deine-Szene Format, in welchem sich über ein Speed-Kennenlern-Bingo, mehr als 30 Teilnehmende, besser oder ganz neu kennenlernten und so Einstiege in die Veranstaltungsszene oder neue Möglichkeiten für Kooperationen finden durften.
Leider musste ein ursprünglich sehr gefragter Workshop, durchgeführt von der Initiative Drops, zu Spiking in der Veranstaltungsszene verschoben werden. Nun soll das Format, gemeinsam mit dem Netzwerk Musikveranstaltende Halle, an einem neuen Datum wiederholt werden. Bleibt aktiv bei uns auf Instagram und dem Newsletter, um Neuigkeiten für die Teilnahme am Workshop zu erhalten. Ebenfalls wiederholen möchte Tix for Gigs ihr Format zu alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für Clubs und Spielstätten mit einer Folgeveranstaltung.
Wir danken allen Unterstützer:innen, Speaker.innen und Teilnehmenden für das Nachtentfalter Symposium 2025. Dank euch durften sich neue Verbindungen ergeben, an der Zukunft des nachtkulturellen Lebens konstruktiv gearbeitet, sowie Strukturen gestärkt werden.
Mit Nachtentfalter lädt das Netzwerk Musikveranstaltende Halle e.V. zu einem zweitägigen, kostenlosen Symposium ein, das Diskurs, Austausch und Musikkultur miteinander verbindet. Ziel ist es, die Musikkultur nicht nur zu gestalten, sondern aktiv zu verändern – in Halle und in der gesamten Region Mitteldeutschland.
Wir wollen über die Zukunft der Musikkultur debattieren: Wie kann sie in Zeiten von Clubschließungen, Raummangel und steigenden Kosten bestehen? Welche Verantwortung tragen wir als Veranstaltende, Künstler:innen und Engagierte? Und welche neuen Wege braucht es, damit Musikkultur für alle zugänglich bleibt? Wie sichern wir unsere Räume und unsere Kulturarbeit?
MiNa ist back! Nach der Premiere 2024 ging die Mitteldeutsche Nachtkulturkonferenz am 11.–12. September 2025 in Jena in Runde zwei – natürlich mit uns!
Zwischen Clubbetreiber:innen, Kulturakteur:innen, Initiativen, engagierten Bürger:innen, Verwaltungsvertreter:innen und Politiker:innen wurde in der IMAGINATA fleißig diskutiert, vernetzt und an neuen Ideen für eine lebendige Nachtkultur gefeilt.
MiNa ist back! Nach der Premiere 2024 ging die Mitteldeutsche Nachtkulturkonferenz am 11.–12. September 2025 in Jena in Runde zwei – natürlich mit uns!
Zwischen Clubbetreiber:innen, Kulturakteur:innen, Initiativen, engagierten Bürger:innen, Verwaltungsvertreter:innen und Politiker:innen wurde in der IMAGINATA fleißig diskutiert, vernetzt und an neuen Ideen für eine lebendige Nachtkultur gefeilt.
Am 06.11.2025 ab 16:00 Uhr organisieren wir für euch zusammen mit der Initiative Musik ein Informations- und Vernetzungsevent zum Thema Förderungen. Wir wissen, wie kompliziert die Recherche und wie anspruchsvoll die Antragstellung sein kann. Auch nach der Antragstellung stellt man fest: “Hoppla, da kommt ja noch ganz schön viel hinterher!“.
Freut euch hier also auf die Vorstellung von regionalen bis bundesweiten Förderungen durch eingeladene Referent:innen, nutzt die Möglichkeit, Fragen direkt an der Quelle zu stellen und mit erfolgreich geförderten Projekten über den Prozess nach der Antragsbewilligung zu sprechen – wie funktioniert denn nun eigentlich die Dokumentation von Veranstaltungen und was ist denn dieser Eigenanteil…?
Eingeladen werden unter anderem:
die Initiative Musik
der Fachbereich Kultur der Stadt Halle
der Gen Ost JugendFonds
t.b.a.
Nach dem offiziellen Teil freuen wir uns auf eine Gesprächsrunde, anstoßen und weiteres Netzwerken mit euch.
Kommt am 06.11.2025 von 16:00 Uhr bis 21:00 Uhr ins Studio des WUK-Theaters in Halle – lernt für zukünftige Anträge dazu und vernetzt euch!
Mit Nachtentfalter lädt das Netzwerk Musikveranstaltende Halle e.V. zu einem zweitägigen, kostenlosen Symposium ein, das Diskurs, Austausch und Musikkultur miteinander verbindet. Ziel ist es, die Musikkultur nicht nur zu gestalten, sondern aktiv zu verändern – in Halle und in der gesamten Region Mitteldeutschland.
Wir wollen über die Zukunft der Musikkultur debattieren: Wie kann sie in Zeiten von Clubschließungen, Raummangel und steigenden Kosten bestehen? Welche Verantwortung tragen wir als Veranstaltende, Künstler:innen und Engagierte? Und welche neuen Wege braucht es, damit Musikkultur für alle zugänglich bleibt? Wie sichern wir unsere Räume und unsere Kulturarbeit?
Du engagierst dich für Nachtkultur, als Club- und Konzertspielstättenbetreiber:in, bist Kulturschaffende:r oder Verwaltung bzw. Politik tätig oder einfach an der Vielfalt der Nacht interessiert? Dann sei dabei, wenn sich Akteur:innen aus ganz Mitteldeutschland treffen, um gemeinsam die Zukunft der Nacht zu gestalten!
Auch 2025 zieht die Klangkarawane wieder durch Halle mit zahlreichen Kollektiven, die die Musikkulturlandschaft in Halle mitgestalten und bereichern. Gemeinsam gehen wir auf die Straße, um laut zu sein und zu zeigen, dass wir eine zentrale Rolle in der Gestaltung unserer Stadt spielen.
Am 22. März 2025 findet in der Insel der Jugend in Magdeburg das nächste dialogFORM statt – ein Austauschformat für Akteurinnen und Akteure der Festival- und Popkulturszene, organisiert von der Initiative Musik gemeinsam mit Musikland Sachsen-Anhalt und dem Netzwerk für freie Kultur.
Die Klangkarawane 2025 rollt durch Halle – und ihr könnt dabei sein!
📅 Termin: 5. Juli 2025 Auch in diesem Jahr bleibt die Klangkarawane ihrem traditionellen Wochenende treu. Markiert euch den 5. Juli fett im Kalender, denn es wird wieder laut, bunt und bewegend! Erstes Planungstreffen: 17. März 2025, 18:00 Uhr
Am 30. Januar 2025 fand in der Tanzbar Palette ein Austausch der Allianz Freie Kultur Halle mit Kandidat:innen für die OB-Wahl statt, um über die Zukunft der Freien Kulturszene in Halle zu diskutieren.
Wenn ihr noch einmal alle Infos für diesen Samstag, 06.07.2024 haben wollt, könnt ihr dies gerne hier nachhören, in unserem Beitrag bei Radio Corax. Das LineUp findet ihr im Beitrag!
am 25.4.24 17-20 Uhr im Peißnitzhaus veranstaltet die Allianz Freie Kultur ein Austauschformat mit den Kandidat:innen für die Kommunalwahl in Halle. Seid dabei liebe Kulturschaffende und Politiker:innen!
Am Freitag, den 5.April 15 Uhr findet das erste Treffen statt. Ort ist die Julius Ebeling Str. 1 beim Salt City Subculture e.V. . Das Ziel ist es, Awareness in Halle stärker und gemeinsam zu fördern. Ihr seid herzlich eingeladen!
Danke für diese anregende, aufregende und konstruktive Diskussion mit den Musikveranstaltenden, der Politik & Verwaltung sowie weiteren Gestalter:innen unserer Stadt!